Geschichte der Kirchengemeinde

Die ursprünglich zu Fußgönheim gehörende Siedlung im Süden von Maxdorf wurde 1934 als Arbeitersiedlung des IG-Farbenkonzerns begonnen. Weitgehend in Eigenhilfe wurden die Siedlungshäuschen von den freigestellten Arbeitern auf einem von Robinien bewachsenen Gelände errichtet. Die großen Gartengrundstücke waren für die Eigenversorgung vorgesehen. Da noch jegliche Ver- und Entsorgungseinrichtungen fehlten, war aber das Siedlerleben anfangs alles andere als romantisch.

1938 folgte die Inbetriebnahme des Feierabendhauses, heute Carl-Bosch-Haus, das seitdem Mittelpunkt des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der Siedler ist.

Im gleichen Jahr konnte auch die Grundschule bezogen werden, so dass die Kinder nicht mehr nach Fußgönheim in die Schule gehen mussten. Die Kanalisation der Siedlung wurde z. T. durch französische Gefangene während der Kriegsjahre verlegt. Die protestantische Johanneskirche konnte 1953 und der protestantische Kindergarten 1965 eingeweiht werden. Durch Gesetz wurde am 07. Juni 1969 die gesamte Siedlung in die Gemeinde Maxdorf eingegliedert, so dass schlagartig 1.602 Bürgerinnen und Bürger ihre Heimatgemeinde wechselten. Die Vermögensauseinandersetzung zog sich dann allerdings noch 14 Jahre hin, bis das Verwaltungsgericht Neustadt a. d. Weinstraße am 23. Dezember 1983 das Verfahren für erledigt erklärte. Auf Antrag der Gemeinde Maxdorf erhielt durch Entscheidung der Kreisverwaltung Ludwigshafen vom 04. April 1989 die Siedlung offiziell die Bezeichnung "Maxdorf BASF-Siedlung.