Die Glocken der Johanneskirche

Die Kirche wurde mit Hilfe der BASF und ihres Architekten Clemens Anders im Jahr 1953 erbaut und am 15. November 1953 zusammen mit Orgel und den drei größeren Glocken geweiht. 1985 wurde das Te-Deum fis'-a'-h' durch eine Glocke dis" in Bronze-Untermollsextrippe zu einem romantisch wirkenden Vierklang ergänzt.

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Glocke Nr. 1:

  • Schlagton: fis'-4
  • Gewicht: 603 kg
  • Durchmesser: 1055 mm
  • Liturg. Amt: Toten- und Ewigkeitsglocke
  • Inschrift: „Wir wissen, so unser irdisch Haus dieser Hütte zerbrochen wird, daß wir einen Bau haben, von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist.“
  • Symbol: Kreuz mit Krone im Strahlenkranz

Glocke Nr. 2:

  • Schlagton: a'-4
  • Gewicht: 433 kg
  • Durchmesser: 915 mm
  • Liturg. Amt: Vaterunser-Glocke
  • Inschrift: „Bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen sei.“
  • Symbol: Dreieck mit Herz, Alpha und Omega.

Glocke Nr. 3:

  • Schlagton: h'-4
  • Gewicht: 310 kg
  • Durchmesser: 820 mm
  • Liturg. Amt: Tauf- und Abendglocke
  • Inschrift: „Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden“
  • Symbol: Taube, sich zum Wasser herabneigend.

Diesen drei, 1953 bei Hamm gegossenen Glocken ist einheitlich folgender Gießer- und Eigentumsvermerk aufgegossen:

„Für die Prot. Kirchengemeinde der Anilinsiedlung Fussgönheim goss mich Meister H. Hamm, Frankenthal im Jahre des Herrn 1953“ (Schrifttype: die von Hans Rolli entwickelte UNZIALE).

Glocke Nr. 4:

  • Schlagton: dis''-4 (UMS)
  • Gewicht: 241 kg
  • Durchmesser: 557 mm
  • Liturg. Amt: Friedens- und Mittagsglocke
  • Schulterinschrift (Unciale wie fis'-a'-h'): O REX GLORIE + CHRISTE + VENI CUM PACE + ANNO 1985 + (O König der Herrlichkeit, Christus, komme mit [Deinem] Frieden)
  • Symbol: griech. Christussymbol PX ohne Krone, darunter CHRISTUS REGNAT (Christus regiert).
  • Stiftervermerk auf der Flankenrückseite: „Volker Müller hat mich im Andenken an seine Eltern und seine Mentoren die Glockensachverständigen Theo Fehn und Hans Rolli gestiftet“ (6-zeilige Uncial-Schrift). Darunter über Schlagring: Karlsruher Gießereiwappen. Über dem Schlagring (Gegenseite) EVANG.KIRCHE MAXDORF-BASF SIEDLUNG.
  • Besonderheit: Neuguss der dis''-Glocke 1995. Wegen schlechter Guß- und Klangqualität der ursprünglichen Glocke entschloss sich die Glockengießerin, Frau Andris, auf Bitten des damaligen Glockensachverständigen und Stifters, Volker Müller, hin dazu, die Glocke 1995 neu und in schwerer Rippe mit gleicher Zier und gleichen Inschriften zu gießen. Daher trägt diese Glocke zusätzlich zur Jahreszahl 1985 auf dem Schlagring den Vermerk: "NEUGUSS DURCH KARIN SCHNEIDER-ANDRIS 1994".

 

Textgrundlage: Volker Müller †